Die Fußball-WM 2026 ist Geschichte. Spanien ist Weltmeister. Die Spanier besiegten Argentinien im Finale mit 1:0 nach Verlängerung. Für Deutschland endete das Turnier dagegen früh und bitter: im Sechzehntelfinale gegen Paraguay – nach Elfmeterschießen. In diesem Rückblick finden Sie die 10 wichtigsten Fakten zur WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA: alle Ergebnisse der deutschen Mannschaft, die großen Überraschungen und die Rekorde dieses riesigen Turniers mit 48 Teams und 104 Spielen.
Die WM 2026 auf einen Blick
| Zeitraum | 11. Juni bis 19. Juli 2026 |
| Gastgeber | Kanada, Mexiko und USA |
| Teams | 48 (Rekord) |
| Spiele | 104 (Rekord) |
| Tore | 308 (Schnitt: 2,96 pro Spiel) |
| Zuschauer | 6.810.966 |
| Weltmeister | Spanien (2. Titel nach 2010) |
| Finale | Spanien – Argentinien 1:0 nach Verlängerung |
| Torschützenkönig | Kylian Mbappé (Frankreich), 10 Tore |
| Deutschland | Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay |
Das Finale: Spanien schlägt Argentinien in der Verlängerung
Das Endspiel fand am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford bei New York statt. 80.663 Zuschauer sahen ein enges Spiel. Argentinien, der Weltmeister von 2022, verteidigte lange stark. Torwart Emiliano Martínez stellte mit 11 Paraden sogar einen Final-Rekord auf. Nach 90 Minuten stand es 0:0. In der Verlängerung fiel dann die Entscheidung: Ferran Torres traf in der 106. Minute zum 1:0 für Spanien. Torres wurde auch zum Spieler des Spiels gewählt. Für Spanien war es der zweite WM-Titel nach 2010. Schiedsrichter der Partie war Slavko Vinčić aus Slowenien. Alle Ergebnisse und Statistiken zum Turnier dokumentiert die Wikipedia.
Deutschland: Starker Start, bitteres Ende gegen Paraguay
Die deutsche Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann startete gut ins Turnier. In der Gruppe E gab es zum Auftakt ein klares 7:1 gegen Curaçao in Houston. Danach folgte ein 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste in Toronto – nach 0:1-Rückstand zur Halbzeit. Im letzten Gruppenspiel verlor Deutschland mit 1:2 gegen Ecuador in East Rutherford. Trotzdem wurde die DFB-Elf Gruppensieger: 6 Punkte und 10:4 Tore reichten für Platz 1 vor der Elfenbeinküste. Kapitän des Teams war Joshua Kimmich. Doch im Sechzehntelfinale folgte das Drama. Am 29. Juni 2026 traf Deutschland in Foxborough auf Paraguay. Julio Enciso brachte Paraguay in der 42. Minute in Führung. Kai Havertz glich in der 54. Minute aus. Danach fielen keine Tore mehr – auch nicht in der Verlängerung. Im Elfmeterschießen verlor Deutschland mit 4:5. Es war das erste verlorene Elfmeterschießen einer deutschen Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft überhaupt. Am Ende stand Platz 18 in der Turnierwertung. Zum dritten Mal nacheinander verpasste Deutschland damit das Achtelfinale einer WM: 2018 und 2022 war schon in der Gruppenphase Schluss gewesen.
Der Weg der beiden Finalisten
Spanien startete in der Gruppe H und wurde Gruppensieger mit 7 Punkten: 0:0 gegen Kap Verde, 4:0 gegen Saudi-Arabien und 1:0 gegen Uruguay. Bemerkenswert: Spanien kassierte in der gesamten Gruppenphase kein einziges Gegentor. Argentinien gewann die Gruppe J sogar mit der Maximalpunktzahl von 9 Punkten: 3:0 gegen Algerien, 2:0 gegen Österreich und 3:1 gegen Jordanien. Beide Finalisten blieben also in der Vorrunde ungeschlagen. Im Finale setzte sich dann Spanien durch und holte seinen zweiten WM-Titel. Die deutschen Spiele im Überblick:
| Runde | Spiel | Ergebnis | Ort |
| Gruppe E | Deutschland – Curaçao | 7:1 | Houston |
| Gruppe E | Deutschland – Elfenbeinküste | 2:1 | Toronto |
| Gruppe E | Ecuador – Deutschland | 2:1 | East Rutherford |
| Sechzehntelfinale | Deutschland – Paraguay | 1:1, 4:5 i. E. | Foxborough |
Die größten Überraschungen: Kap Verde und Curaçao
Die schönste Geschichte des Turniers schrieb Kap Verde. Der kleine Inselstaat war zum ersten Mal bei einer WM dabei – und wurde in der Gruppe H Zweiter. Kap Verde spielte 0:0 gegen Spanien, 2:2 gegen Uruguay und 0:0 gegen Saudi-Arabien. Erst im Sechzehntelfinale war Schluss: Gegen Argentinien verlor das Team knapp mit 2:3 nach Verlängerung. Auch Curaçao sorgte für Schlagzeilen. Mit nur rund 150.000 Einwohnern ist Curaçao das kleinste Land, das sich je für eine WM qualifiziert hat. Gegen Ecuador holte das Team ein 0:0 und damit seinen ersten WM-Punkt. Gegen Deutschland gelang beim 1:7 sogar das erste WM-Tor der Verbandsgeschichte. Österreich schied wie Deutschland im Sechzehntelfinale aus. Die Schweiz schaffte es dagegen bis ins Viertelfinale und war damit das beste Team aus dem deutschsprachigen Raum. Wie es früheren DFB-Stars heute geht, lesen Sie in unserem Artikel über Bastian Schweinsteiger.
Das neue Format: Erstmals 48 Teams und ein Sechzehntelfinale
Die WM 2026 war die erste mit 48 Mannschaften. Bisher waren es 32. Gespielt wurde in 12 Gruppen mit je 4 Teams. Die beiden besten Teams jeder Gruppe kamen weiter – plus die acht besten Gruppendritten. So entstand eine neue Runde: das Sechzehntelfinale mit 32 Teams. Genau in dieser Runde scheiterte Deutschland. Insgesamt gab es 104 Spiele in 16 Stadien in drei Ländern. Das Eröffnungsspiel fand am 11. Juni 2026 im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt statt. Das Finale stieg am 19. Juli im MetLife Stadium bei New York. Nie zuvor war eine WM größer. Kritiker hatten Chaos befürchtet. Am Ende lief das Turnier aber weitgehend reibungslos – und die vielen Spiele sorgten für einen Torrekord: 308 Treffer fallen nicht zufällig. Mehr Teams bedeuten mehr Spiele, und Außenseiter wie Kap Verde und Curaçao nutzten ihre Chance für unvergessliche Geschichten.
Die 3 Gastgeber: USA, Mexiko und Kanada
Zum ersten Mal richteten drei Länder gemeinsam eine Fußball-WM aus. Die USA stellten die meisten Stadien, darunter das Finalstadion in East Rutherford. Mexiko war bereits zum dritten Mal WM-Gastgeber – nach 1970 und 1986. Das Aztekenstadion ist damit das erste Stadion der Geschichte mit drei WM-Eröffnungen. Kanada war zum ersten Mal Gastgeber einer Männer-WM. Gespielt wurde dort unter anderem in Toronto und Vancouver. Für die Fans bedeutete das Turnier weite Wege: Die Stadien lagen über den ganzen Kontinent verteilt, von Mexiko-Stadt bis Vancouver. Trotzdem kamen über 6,8 Millionen Zuschauer in die Stadien – ein weiterer Rekord dieser Mega-WM. Auch sportlich waren die Gastgeber unterschiedlich erfolgreich: Die Schweiz mag als bestes deutschsprachiges Team gelten, doch die größte Party feierten am Ende die Spanier.
Auszeichnungen: Mbappé, Rodri und die besten Spieler
Neben dem Titel gab es bei der WM 2026 mehrere persönliche Auszeichnungen:
| Torschützenkönig | Kylian Mbappé (Frankreich) – 10 Tore |
| Bester Spieler | Rodri (Spanien) |
| Bester junger Spieler | Pau Cubarsí (Spanien) |
| Bester Torwart | Unai Simón (Spanien) |
| Finaltorschütze | Ferran Torres (Spanien), 106. Minute |
Frankreichs Star Kylian Mbappé wurde mit 10 Treffern Torschützenkönig. Bester Spieler des Turniers wurde Spaniens Mittelfeldlenker Rodri. Auch die weiteren Preise gingen an Spanier: Pau Cubarsí wurde bester junger Spieler, Unai Simón bester Torwart. Spanien stellte also nicht nur den Weltmeister, sondern prägte das Turnier in fast allen Kategorien.
Was nach dem Turnier passierte
Für die deutsche Mannschaft hatte das frühe Aus Folgen. Bundestrainer Julian Nagelsmann trat nach dem Turnier zurück. Sein Nachfolger als Bundestrainer wurde Jürgen Klopp. Er soll die Mannschaft nun neu aufbauen. Die nächste Weltmeisterschaft findet 2030 in Marokko, Spanien und Portugal statt. Bis dahin hat der DFB Zeit, aus den Fehlern von 2026 zu lernen.
Häufige Fragen zur WM 2026
Wer wurde Weltmeister 2026?
Spanien gewann die WM 2026. Im Finale am 19. Juli 2026 besiegten die Spanier Titelverteidiger Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung. Das Tor schoss Ferran Torres in der 106. Minute.
Wie weit kam Deutschland bei der WM 2026?
Deutschland wurde Gruppensieger in der Gruppe E, schied aber im Sechzehntelfinale aus. Gegen Paraguay verlor die Mannschaft nach einem 1:1 im Elfmeterschießen mit 4:5. In der Endabrechnung belegte Deutschland Platz 18.
Wer war Torschützenkönig der WM 2026?
Kylian Mbappé aus Frankreich wurde mit 10 Toren Torschützenkönig des Turniers. Bester Spieler wurde der Spanier Rodri.
Wann und wo ist die nächste Fußball-WM?
Die nächste Weltmeisterschaft findet 2030 statt. Gastgeber sind Marokko, Spanien und Portugal. Zusätzlich gibt es Jubiläumsspiele in Argentinien, Paraguay und Uruguay, weil die erste WM 1930 in Uruguay stattfand.
Fazit
Die WM 2026 war das größte Fußballturnier aller Zeiten: 48 Teams, 104 Spiele, 308 Tore und über 6,8 Millionen Zuschauer. Spanien krönte sich verdient zum Weltmeister und räumte fast alle Einzelauszeichnungen ab. Für Deutschland bleibt das bittere Aus gegen Paraguay in Erinnerung – und der Neustart mit einem neuen Bundestrainer. Die Überraschungsteams Kap Verde und Curaçao zeigten, dass bei einer WM mit 48 Teams auch die Kleinen große Geschichten schreiben können.


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