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Shirin David: Vom YouTube-Star zur Rekord-Rapperin

Jackson Hedered

Acht Nummer-eins-Singles, eine eigene Netflix-Dokumentation und ein Eistee, der in ganz Deutschland im Kühlregal steht: Shirin David hat 2026 einen Punkt erreicht, an dem sie längst mehr ist als eine Rapperin. Im März 2026 zeigte die Doku „Barbara – Becoming Shirin David“ erstmals ausführlich die Privatperson hinter der Kunstfigur, im Sommer landete sie mit „Gut genug“ erneut auf Platz eins der Charts, und im Herbst sitzt sie wieder als Coach bei „The Voice of Germany“ auf dem roten Stuhl – und überraschte dort zum Staffelstart sogar mit einer Opern-Arie. Doch wer ist die Frau, die wie keine andere Künstlerin in Deutschland die Charts dominiert?

Shirin David im Steckbrief

Merkmal Angabe
Bürgerlicher Name Barbara Schirin Davidavicius
Geboren 11. April 1995 in Hamburg
Beruf Rapperin, Sängerin, Unternehmerin, YouTuberin
Bekannt durch YouTube, „Gib ihm“, „Bauch Beine Po“
Alben „Supersize“ (2019), „Bitches brauchen Rap“ (2021), „Schlau aber blond“ (2025)
Marken DirTea, shirin beauty, Juicy Money Records
Wohnort Berlin

Von der Opernakademie auf YouTube: Die Anfänge

Dass ausgerechnet eine klassisch ausgebildete Musikerin zur erfolgreichsten Rapperin des Landes wird, klingt wie ein Widerspruch – ist aber der Kern ihrer Geschichte. Barbara Schirin Davidavicius wurde 1995 in Hamburg als Tochter einer Litauerin und eines Iraners geboren. Ihre Eltern trennten sich früh, die Mutter zog sie und ihre 1996 geborene Schwester Patricia allein groß.

Schon als Kind erhielt David Klavierunterricht, später kamen Geige und Oboe hinzu. Sie nahm Ballettunterricht an der Schule des Hamburg Balletts und besuchte bis 2012 die Jugend-Opern-Akademie Hamburg, wo sie sogar als Kinderdarstellerin in Produktionen der Hamburgischen Staatsoper mitwirkte. Das klassische Fundament erklärt, warum sie bei „The Voice of Germany“ 2026 scheinbar mühelos eine Arie aus „La Traviata“ singen konnte – mehr dazu berichtet auch Joyn.

Ihr Abitur machte sie nicht: Sie brach die Schule ab und startete am 19. März 2014 ihren YouTube-Kanal. Mit Beauty- und Comedy-Videos baute sie eine Fangemeinde auf, die heute bei über 2,9 Millionen Abonnenten liegt. 2015 erreichte sie mit Ado Kojo und der Coverversion „Du liebst mich nicht“ die Top 10 der deutschen Singlecharts – der erste musikalische Achtungserfolg. 2017 folgte der nächste Karriereschritt: Shirin David saß mit gerade einmal 22 Jahren in der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“.

„Gib ihm“: Der Durchbruch 2019

Was dann kam, war kein langsamer Aufstieg, sondern eine Explosion. Im Februar 2019 stürmte ihre Single „Gib ihm“ auf Platz eins der deutschen Charts. Im September desselben Jahres erschien ihr Debütalbum „Supersize“ – und stieg ebenfalls auf Platz eins ein. Damit gelang David als erster deutschen Hip-Hop-Musikerin überhaupt ein Nummer-eins-Album. Im November 2019 erhielt sie den Bambi in der Kategorie „Shootingstar“.

Parallel bewies sie Geschäftssinn: Schon 2017 hatte sie mit der Drogeriekette dm das Parfüm „Created by the Community“ herausgebracht – nach eigenen Angaben über 550.000 verkaufte Stück. 2019 folgte mit Douglas der Duft „Created by Shirin“.

Die Rekordserie: Acht Mal auf Platz eins

Die folgenden Jahre wurden zu einer einzigen Rekordserie. 2020 legte sie mit „90-60-111“ ihre zweite Nummer-eins-Single nach, 2021 folgten gleich drei weitere Spitzenreiter: „Ich darf das“, „Lieben wir“ und „Be a Hoe/Break a Hoe“ mit Kitty Kat. Ihr zweites Album „Bitches brauchen Rap“ erreichte im November 2021 Platz drei der Albumcharts und wurde mit Gold ausgezeichnet.

Ein besonderer Moment kam im November 2023: Gemeinsam mit Helene Fischer nahm sie zum zehnjährigen Jubiläum eine neue Version von „Atemlos durch die Nacht“ auf. Der Auftritt bei „Wetten, dass..?“ wurde zum TV-Ereignis – und der Remix bescherte selbst Fischer ihre erste Nummer-eins-Single überhaupt.

Im Juli 2024 setzte David mit „Bauch Beine Po“ den vorläufigen Höhepunkt: Es war ihre siebte Nummer eins – und damit stand fest: Keine Sängerin in Deutschland hat mehr Nummer-eins-Hits als sie. Der Song wurde zudem zum offiziellen Sommerhit 2024. Ihr drittes Album „Schlau aber blond“ erreichte im Februar 2025 ebenfalls Platz eins. 2026 ging die Serie weiter: „Gut genug“ mit KitschKrieg und Blumengarten wurde im Juni zum meistgestreamten Song einer Woche des Jahres – und zu ihrer achten Nummer eins. Detail am Rande: Auch Kolleginnen wie Sarah Engels zeigen, wie nachhaltig Castingshow-Erfahrung eine Popkarriere prägen kann – David ging den umgekehrten Weg, von der Jurorin zur Chart-Rekordhalterin.

Unternehmerin: DirTea, Beauty und eigenes Label

Shirin David denkt ihre Karriere konsequent als Unternehmen. 2021 gründete sie ihre Eistee-Marke DirTea, die sich innerhalb weniger Jahre zu einem der bekanntesten Celebrity-Getränke Deutschlands entwickelte. Seit März 2025 wird DirTea exklusiv bei Rewe vertrieben, produziert wird nach einem Relaunch vom Getränkekonzern Pfanner. Im April 2025 kam mit „shirin beauty“ – in Zusammenarbeit mit Bübchen – eine eigene Körperpflegelinie hinzu.

Ihre Musik veröffentlicht sie über ihr eigenes Label Juicy Money Records. Auf Instagram folgen ihr rund 6,5 Millionen Menschen; bei Spotify zählt sie etwa 2,4 Millionen monatliche Hörer. Für die Zeitschrift Forbes ist sie längst ein Wirtschaftsfaktor – schon 2020 stand sie auf der Liste „30 Under 30“ für die DACH-Region.

DirTea Talk: Die Unternehmerin als Gastgeberin

Wie ernst es ihr mit dem Aufbau eigener Formate ist, zeigte auch „DirTea Talk“: Zwischen Mai 2023 und Februar 2024 erschienen fünf Folgen, in denen David mit Gästen wie Shindy, Fußballerin Alisha Lehmann oder Teddy Teclebrhan über die verschiedensten Bereiche des öffentlichen Lebens sprach – als Video und als Podcast. Das Format war bewusst mehr als Werbung für ihren Eistee: David positionierte sich damit als Gastgeberin und Gesprächspartnerin auf Augenhöhe, nicht nur als Werbegesicht. Dass eine Rapperin gleichzeitig Chart-Rekorde bricht, einen Getränkekonzern beliefert und ein eigenes Talkformat moderiert, ist in der deutschen Musiklandschaft bislang einzigartig – und erklärt, warum ihr Publikum sie längst nicht mehr nur als Musikerin, sondern als Marke wahrnimmt.

TV-Gesicht und Netflix-Doku: „Barbara“ zeigt die private Seite

Seit 2023 ist David auch als TV-Gesicht etabliert. In der 13. Staffel von „The Voice of Germany“ gab sie ihr Coach-Debüt, 2025 kehrte sie in der 15. Staffel zurück – und im Herbst 2026 sitzt sie erneut auf dem roten Stuhl, in derselben Konstellation neben Nico Santos, Rea Garvey sowie Smudo und Michi von den Fantastischen Vier.

Den bislang persönlichsten Einblick gab jedoch ein anderes Projekt: Am 13. März 2026 erschien auf Netflix die Dokumentation „Barbara – Becoming Shirin David“ unter der Regie von Michael Schmitt. Der Film zeigt den Unterschied zwischen der Bühnenfigur Shirin und der Privatperson Barbara – inklusive schmerzhafter Kapitel wie dem Mobbing in ihrer Schulzeit, als es auf der Plattform SchülerVZ sogar eine Gruppe namens „Ich hasse Barbara“ gab. David macht in der Doku deutlich, dass genau diese Erfahrungen zu ihrem Antrieb wurden: Sie wollte es allen beweisen, die sie damals ausgegrenzt hatten. Weitere Stationen ihres Werdegangs listet auch die Wikipedia.

Musikalisch ruhte sie sich 2026 nicht auf alten Erfolgen aus: Im April war sie auf der Single „LDNB“ des Rappers AK Ausserkontrolle zu hören, die Platz zwei der deutschen Charts erreichte. Im August folgte „Mo‘ Money Mo‘ Haters“ mit Summer Cem – erneut Platz zwei. Drei Chart-Hits in einem Jahr, dazu eine Netflix-Doku und ein Coach-Stuhl bei „The Voice“: 2026 unterstreicht, dass Shirin David ihre Reichweite inzwischen auf allen Kanälen gleichzeitig ausspielt.

Privatleben: Was wirklich bekannt ist

Über ihr Privatleben spricht Shirin David selten. Bekannt ist: Sie lebt seit 2018 in Berlin und ist offiziell in keiner Beziehung. Von 2015 bis 2016 war sie mit dem YouTuber Christos Manazidis zusammen. Ihre Schwester Patricia ist unter dem Namen Pati ValPati selbst als Influencerin aktiv. Alles Weitere schützt David konsequent – ein bewusster Gegenentwurf zu ihrer sonst so öffentlichen Inszenierung und genau der Gegensatz, den auch ihre Netflix-Doku thematisiert.

Häufige Fragen zu Shirin David

Wie alt ist Shirin David?

Shirin David wurde am 11. April 1995 in Hamburg geboren und ist aktuell 31 Jahre alt.

Wie heißt Shirin David wirklich?

Ihr bürgerlicher Name lautet Barbara Schirin Davidavicius. Der Vorname „Barbara“ steht deshalb auch im Titel ihrer Netflix-Dokumentation „Barbara – Becoming Shirin David“.

Wie viele Nummer-eins-Hits hat Shirin David?

Bislang acht in Deutschland – darunter „Gib ihm“, „Bauch Beine Po“ und zuletzt „Gut genug“ (2026). Damit ist sie die Sängerin mit den meisten Nummer-eins-Singles in Deutschland.

Wo kann man die Doku „Barbara – Becoming Shirin David“ sehen?

Die Dokumentation ist seit dem 13. März 2026 exklusiv bei Netflix verfügbar. Sie beleuchtet Davids Aufstieg, ihr Business und den Unterschied zwischen Kunstfigur und Privatperson.

Stand: Oktober 2026. Quellen u. a. Wikipedia, Joyn, 1&1/GMX-Steckbrief, Netflix.

#Deutschrap#DirTea#Netflix#Shirin David#The Voice of Germany

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